Erfolgreiche Kooperation zwischen Industrie und Forschung: Das Smart Panel
Einblick in die Entwicklung
Die Entwicklung des Smart Panels ist ein gelungenes Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung. Bei diesem Projekt haben sich das Unternehmen Boehringer Ingelheim und das Fraunhofer IML zusammengetan, um eine Lösung zu schaffen, die sich nahtlos in bestehende Produktionsprozesse integrieren lässt. Christoph Dechow bringt es auf den Punkt: Die konsequente Praxisorientierung und das gegenseitige Vertrauen waren entscheidende Faktoren für den Erfolg. Durch die enge Zusammenarbeit konnten die Forschungsergebnisse direkt in die Praxis umgesetzt werden und damit messbare Effekte auf Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit erzielt werden.
Technologische Innovation und Interdisziplinarität
Die Kooperation zwischen den beiden Institutionen sorgt dafür, dass technologische Konzepte unter realen Produktionsbedingungen weiterentwickelt werden können. Sebastian Wibbeling hebt hervor, dass Sensorik, Datenverarbeitung und Mensch-Objekt-Interaktion zu einem intelligenten Gesamtsystem verknüpft wurden. Diese technologischen Innovationen zeichnen sich durch Transparenz, Datenintegrität und Prozessautomatisierung aus, was den Produktionsablauf optimiert. Besonders wertvoll war dabei der kontinuierliche Austausch mit den Anwendern, der entscheidend zur Robustheit und Benutzerfreundlichkeit des Smart Panels beiträgt.
Überwindung technischer Herausforderungen
Wie bei jeder technologischen Entwicklung kamen bei der Erstellung des Smart Panels auch technische Hürden auf. Wibbeling nennt die Gestaltung einer robusten und energieeffizienten Hardwarearchitektur als eine der größten Herausforderungen. Diese Architektur musste sowohl in der anspruchsvollen Produktionsumgebung funktionieren als auch in der Lage sein, Daten in Echtzeit zu erfassen und zu verarbeiten. Die Lösung lag in der Kombination von fortschrittlicher Sensorik, einem durchdachten Energiemanagement und einem E-Ink-Display, das eine lange Akkulaufzeit gewährleistet.
Sicherheit und Integration in bestehende Systeme
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die sichere und manipulationsfreie Kopplung zwischen den Panels und den Containern. Hierfür wurden spezielle Mechanismen entwickelt, die eine eindeutige Zuordnung und kontinuierliche Überwachung des Behälterstatus ermöglichen. Auch die Integration in bestehende IT-Systeme stellte eine Herausforderung dar, da physische Prozesse und digitale Workflows synchronisiert werden mussten. Durch die Implementierung einer modularen Softwarearchitektur und robuster Schnittstellen wurde es möglich, Echtzeitdaten zu verarbeiten und Rückmeldungen direkt am Container bereitzustellen.
Effizienzgewinne durch das Smart Panel
Die Effizienzgewinne, die das Smart Panel verspricht, sind beeindruckend. Dechow nennt die Zahl von bis zu 75.000 eingesparten Arbeitsstunden pro Jahr in einem großen Produktionsbetrieb. Diese Zahl resultiert aus einer internen Prozessanalyse, die während der Pilotierung durchgeführt wurde. Die Eliminierung nicht wertschöpfender Tätigkeiten führt zu einer signifikanten Zeitersparnis, die jedoch nicht zulasten der Qualität geht. Vielmehr wird die Prozessstabilität durch mehr Transparenz und Datenintegrität zusätzlich gesteigert.
Quelle
INDUSTRIEMAGAZIN